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Führungskräfte-Anwärter-Kompetenz-Training

Der zunehmende Mangel an qualifiziertem Fachpersonal stellt den Bestand gewachsener Infrastrukturen, Unternehmen und Kultureinrichtungen und damit die Lebensqualität speziell in Ostsachsen in Frage. Sich aus der demographischen Entwicklung ergebende Handlungsdruck wird für immer mehr Menschen spürbar. Der Gefahr, dass sich Abwanderung und nachlassende wirtschaftliche Leistungskraft in einer Art Teufelskreis wechselseitig verstärken, gilt es offensiv zu begegnen. Daraus ergeben sich gewisse Fragen:

  1. Wie können wir gewährleisten, dass unsere Wirtschaftsausbildungen stärker auf die aktuell relevanten Fragen der Praxis bezogen sind? Unternehmen, die wissen, was sie brauchen, sollten mitreden können, wenn es um die Bestimmung von Ausbildungsinhalten geht. Wie kann das aufwandsarm vonstatten gehen?
  2. Fachkräfte werden an den Hochschulen ausgebildet und gehen nach vier Jahren, weil die Nachricht sie nie erreicht, wo sie eine Perspektive haben und gebraucht werden. Die Schwierigkeit dabei: Wie können die vom Tagesgeschäft absorbierten Unternehmen, die von ihnen absehbar benötigten Personalressourcen und Kompetenzen
    a) rechtzeitig erkennen,
    b) passgenau definieren und
    c) an die Kaderschmieden der Region kommunizieren?
    Andersherum gefragt: Fachkräfte, die an den Hochschulen ausgebildet werden und eigentlich gern am Studienort bleiben würden, wandern nach vier Jahren weiter, weil die Nachricht sie nie erreicht, wo sie genau welche Perspektive haben und gebraucht werden: Muss das so bleiben?
  3. Die didaktische Revolution in den Lehrveranstaltungen ist trotz http://www.meinprof.de/ ausgeblieben. Wie kann den die Unterrichtsvorbereitung, Prüfungsvorbereitung, Leistungserhebung und transparente Auswertung Dank internet 2.0. so organisiert werden, dass die Konzentration auf das Wesentliche; das problemlösungsorientierte miteinander Lernen an konkreten Business-Cases für Lehrkräften, Studierenden und Schülern erleichtert wird? OPAL ist ein Schritt in richtiger Richtung. Bleibt die Didaktik wie gewohnt, bleiben wir damit auf halber Strecke stehen. Welche Didaktik aber wollen wir unseren interaktiven Lehrmitteln zugrunde legen, damit neues Lernen Laune macht?
  4. Seminaranbieter wollen Geld verdienen - gut und schön, aber im Zeitalter von Internet und youtube vielleicht nicht unbedingt immer zeitgemäß. Wie kann speziell den schwer abkömmlichen Führungskräften in kleinen Betrieben das dringend benötigte GRUNDWISSEN für Organisationsentwicklung und Menschenführung bedarfsweise und fallbezogen online zur Verfügung gestellt werden damit Führungsfehlerkosten vermeidbar sind?
  5. "Nichts ist praktischer als eine gute Theorie" (Lewin)  In vielen KMU gibt es demgegenüber ein dreiteiliges Patentrezept für den Umgang mit Innovation. "Regel 1: "Das haben wir schon immer so gemacht!" Wenn Regel 1 nicht greift, kommt Regel 2 zur Anwendung: "Das haben wir noch nie so gemacht." Im Zweifelsfall kommt Regel 3 zum Einsatz: "Da könnte ja jeder kommen." Wie Absolventen immer wieder berichten, scheitert der Theorie-Praxis-Transfer regelmäßig an unsichtbaren Mauern: Aus unerfindlchen Gründen scheint der dienstältere Kollege nicht unbedingt auf das frische Fachwissen des enthusiastischen Berufseinsteigers gewartet zu haben. Dabei wäre es schade irgendwie, wenn das Know How für Management 2.0. in sächsischen Unternehmen nicht gut ankommt gegenüber Dienst nach Vorschrift. Konsequenz: Wie können wir die Argumentationsbasis der Younster gegenüber eingefahrenen Routinen verbessern?

Viele Fragen - eine Antwort: F.A.K.T.
Das System basiert auf dem didaktischen Konzept F.A.R.B.E., das hier nur in groben Zügen charakterisiert werden soll:

  • F. Lernpsychologisch auf den Kopf gestellt ist Lehre, wie sie Schülern, Studenten, Trainingseilnehmern oft auch heut noch zugemutet wird: Die Lehrkraft bietet faszinierende Antworten auf Fragen, die sich die Lernenden mangels Praxiserfahrung noch gar nicht gestellt haben können. Die Hoffnung auf´s Praktikum ist der Trostpreis.
    Angesichts dieser Katastrophe für die Lernmotivation muss man sich wundern, wie viel Schüler trotz allem noch lernen. Konsequenz: Anstatt das Pferd von hinten aufzuzäumen, beginnen wir bei unserer Lernsoftware mit Fragen in Form praktischer Problemszenarien statt mit vorgefertigten Antworten.
    Wichtiger als universell richtige Antworten und Patentrezepte sind hier natürlich erst einmal gute, weil praktisch relevante Fragen aus dem Unternehmensalltag. Experten für die Praxisrelevanz der zu entscheidenen Fragen und Business-Cases sind die Führungskräfte in den Unternehmen. Fragen wir also diese Leute, die demnächst Nachfolgebedarf haben, nach ihren aktuellen Problemstellungen! Ihre quantitativen und qualitativen Bewertungen der dezentral bearbeitbaren online- Lernmodule lassen den F.A.K.T. frischer und frischer werden. Das System wird in Verbindung mit einem Blog betrieben, wo sich Experten von gestern, heute und morgen miteinander zu den fachlichen Fragestellungen streiten und versöhnen.
  • A. Führungskräfte unterscheiden sich von Mitarbeitern dadurch, dass sie Entscheidungen treffen. Entscheidungen bergen Risiken. Diese fachlich begründet einzugehen und im Zweifelsfall zu verantworten, macht die Mitarbeiter-Akzeptanz und Gehaltsvorstellungen führender Entscheidern aus.
    Das Onlinesystem basiert daher nicht auf Interpretationen sondern auf situativ + fachlich eindeutig begründbaren Entscheidungs- und Handlungsoptionen. 
    Wenn in einem Multiple Choice von fünf Antwortoptionen zwei als Lösung praktisch weiterführend sind, so heißt das beim F.A.K.T., dass aus den Falschantworten mindestens genau so viel gelernt werden kann wie aus den Richtig-Antworten. Der didaktische Wert der Falsch-Antworten liegt darin, dass wir bei ihrer Formulierung all die Kurzschlüsse, Fehlmeinungen und Verlegenheitslösungen aufgreifen können, die in Unternehmen und Managementrezeptbüchern kursieren und Schaden anrichteten.
  • R. Der Buchstabe steht für Rollenreflektion. Das Gehirn lernt, indem es situative Frames durch Verhaltensstränge verbindet. Das nutzen wir, um Ordnung in den Gehirnen unserer Kinder zu schaffen: Wir erzählen Geschichten.
    Auf das pro F.A.R.B.E.-Modul bezogene Thema ausgerichtete Businessstories sind für aktionsorientierte Lerntypen der Königszugang zum Management- Know How. Statt sich wie einst als Kind mit Rotkäppchen und dem bösen Wolf zu identifizieren, werden sie in den Businessstories eingeladen, sich in die problembezogen agierenden, businesstypischen Charaktere und Rollen hineinzuversetzen. Diese Stories mit ihren Protagonisten können in Lerngruppen über Rollenspiele reflektiert, nachgespielt  und im Ergebnis variiert werden.
  • B. Wenn Psychologie gut ist, erinnert sie uns oft genug immer nur an das, was wir vom gesunden Menschenverstand her intuitiv längst wissen, aber nicht formulieren konnten. Das implizite Wissen in Form all der ungeschriebenen Faustregeln und Erfolgsrezepte kann man als das Unbewußte der Organisation ansehen.
    Beispiele aus dem Alltag deuten in dieser Phase an, welche der unter A angebotenen Antwortvarianten die praktisch passende Entscheidungoption darstellen könnte.
  • E: All das, was wir aus den gewohnten Managementlehrbüchern an Definitionen, Veranschaulichungen und wissenschaftsgeschichtlichen Herleitungen kennen, gibt es unter E- Einordnung in den theoretischen Zusammenhang. Hier aber gibt es noch mehr: Die Lösung und fachliche Begründung für das "richtig" und "falsch" der unter "A" angebotenen Antwortoptionen.

Soweit zur Didaktik.
Die Features des F.A.K.T. begründen die vielseitige Einsetzbarkeit in Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Unternehmen sowie anläßlich Kontaktmessen. Hier kann nur eine Auswahl erwähnt werden. Die Nutzer der Online-Anwendung können:

  1. Zur Verbesserung der Praxisrelevanz der Lernmodule durch quantitatives und qualitatives Feedback (Kommentarfunktion) aktiv beitragen. Um von einem Lernmodul zum nächsten zu gelangen, muss auf einer 4- stufigen Skala per Mouseclick die Praxisrelevanz der Aufgabenstellung beantwortet werden. Durch diesen 1 Mouseclick schaltet der Nutzer gleichzeitig die nächste Bildschirmmaske frei. Die Nutzung der Kommentarfunktion, welche die für den Nutzer obligatorische quantitative Einschätzung qualitativ ergänzt, bleibt hingegen freigestellt.
  2. Zu sämtlichen, in den Aufgabenstellungen thematisierten Problemen aus dem Unternehmensalltag gibt es unterhaltsam getextete und bebilderte Businessstories zur Verallgemeinerung der richtigen Lösungsvarianten. Die Dialoge der Protagonisten dieser themenspezifisch ausgerichteten Szenen (Bewerbungsgespräch, Verkauf, Verhandlung, Reklamationsbearbeitung, Buchhaltung e.t.c.) können in Lerngruppen nachgestellt, diskutiert und hinsichtlich Ergebnis variiert werden.
  3. Sämtliche Antworten werden fachlich fundiert begründet. Nachgelesen werden kann auch die Begründung der Falsch - Antworten. Die fachliche Begründung erfolgt in Kombination mit der Art von Lehrmaterialgestaltung, wie wir sie aus traditionellen Lehrbüchern kennen: Definitionen, wissenschaftshistorische Herleitungen, graphische Veranschaulichungen in Form von Tabellen, Diagrammen, Illustrationen. Wer zu den Lerntypen zählt, die damit trotz allem gut klarkommen, bekommt also die Möglichkeit, auf die vertraute Weise dazu zu lernen. Videoschnipsel ergänzen diesen, nach Art klassischer Lehrbücher gestalteten Teil der jeweils themenspezifisch ausgerichteten Lernmodule.
  4. Fachbegriffe und damit verbundene Konstrukte können wahlweise im Glossar oder über Hypertextverlinkung nachgeschlagen werden.
  5. Die Trainingsperformance der F.A.K.T.-Nutzer wird sofort anhand der korrekt ausgewählten Antwortoptionen auf die Fragestellung ausgewertet. Die erreichte Punktzahl wird entsprechend dem Punkte- Noten-Schlüssel des Ministeriums für Kultus in eine Note umgewandelt und angezeigt. Wer bei  bspw. 15 Aufgaben auf Anhieb 12 richtig eingeschätzt und per Mouseklick beantwortet hat, kann sich bspw. noch über die Note 2 freuen und weiteren Lernaufwand bzw. Weiterbildungsbedarf rechtzeitig und realistisch einschätzen.
Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt ist eine Kooperation zwischen Chance xX / Dipl. Psych. (FH) Max Liebscht als Ideengeber, Initiator und der SIRE AG als Partner für Projektabwicklung. Für die aufwändige Realisierung des anspruchsvollen Projektes wird die Zusammenarbeit mit weiteren leistungsfähigen Partnern angestrebt.
 


23.02.2011

19:00 Uhr - 20:00 Uhr

online Gründerskurs

"Überblick zum Gründungsprozess"

 

24.02.2012

13:00 Uhr - 16:00 Uhr
Dresdener Gründersprechstunden;

Weitere Informationen

 

27.02.2012

Fachveranstaltung
"Energieeffizientes Sachsen"

Dresden

Weitere Informationen

 

06.03.2012

19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Steuerliches Barbecue

IHK-Görlitz
Weitere Informationen

 

07.03.2011

14:00 Uhr - 17:00 Uhr

Zittauer Gründersprechstunden
Weitere Informationen

 

08.03.2012

14:00 Uhr - 18:00 Uhr

10. regionales Forum

Runder Tisch

Hochschulcampus Görlitz

Weitere Informationen

 
 
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